Handyanbieter anhand der Kosten

Allen Innovationen zum Trotz soll es aber nach wie vor Menschen geben, die mit dieser Funktionsvielfalt nichts anfangen können oder wollen. Sie möchten mit ihrem Handy weder das Garagentor öffnen, noch ihre Solaranlage steuern, sondern telefonieren. Vielleicht noch SMS empfangen und dafür keinesfalls 50 Euro oder mehr pro Monat berappen. Für diese Zielgruppe gibt es die geeigneten Modelle, zu Preisen zwischen 25 und 60 Euro ohne Vertrag. Alle großen Hersteller haben ein entsprechend günstiges Modell im Programm, und manchmal finden sie sich auch beim Lebensmitteldiscounter.

Wem rund 30 Euro für ein solches Modell immer noch zu viel sind, kann sich in Online-Auktionshäusern umsehen. Geräte, die ein paar Jahre auf dem Buckel haben, erfüllen immer noch alle Grundbedürfnisse und gehen ab 10 Euro über die virtuelle Theke.

Käufer sollten darauf achten, dass es für das ersteigerte Modell noch frische Ersatz-Akkus gibt, denn die müssen in der Regel ausgetauscht werden, wenn volle Batterieleistung gefragt ist. Ist das Handy für einen Zehner in der Tasche, bietet sich entweder ein günstiger Tarif ab fünf Euro mit Inklusivminuten an oder ein Prepaid-Tarif, bei dem der Kunde nur das bezahlt, was er vertelefoniert.

Smartphone Anbieter auf dem Prepaid Sektor
Handy AnbieterPreislich am besten schneiden dabei Mobilfunkmarken ab, die das Netz der großen Anbieter nutzen, aber ihre Dienste exklusiv im Internet anbieten und dadurch teure Filialen sparen: maxxim.de, congstar.de, blau.de, simyo.de, fonic.de, callmobile.de, simply.de und bildmobil.de sind laufzeitvertragsfrei. Kosten null bis 20 Euro Anmeldegebühr, bieten dafür aber Startguthaben etwa in Höhe der Anmeldegebühr und schlagen danach nur mit 8-9 Cent pro Minute zu Buche.

Billiger geht es derzeit nicht. Und einfacher auch nicht, denn der Prepaid-Vertrag ist online in wenigen Minuten ausgefüllt, die Sim-Karte kommt nach wenigen Tagen mit der Post. Lediglich ein Gang in die Post-Filiale ist Pflicht, denn Neukunden müssen sich anhand ihres Personalausweises im Post-Ident-Verfahren zu erkennen geben. Hat man dieses Verfahren hinter sich gebracht, hat man uneingeschränkt die Möglichkeit -zum Beispiel das Internet zu nutzen – um beispielsweise kleine Onlinegames wie Skyrama zu spielen. Natürlich kann man auch diverse Online Action Games via Handy spielen.

Auch Verträge können günstig sein. Soll es doch ein Vertragstarif sein, sollten Kunden die Laufzeit nicht zu lang wählen. Sinnvoll sind maximal zwei Jahre, denn der Mobilfunkmarkt ist in ständiger Bewegung, die Preise können weiter fallen. Nachrechnen heißt es bei Verträgen mit Handy. Was hier oft als großzügige Subvention des neuen Telefons wirkt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung manchmal als Mogelpackung, denn am Ende hat der Kunde das Handy nach Ablauf des Vertrags doch selbst bezahlt.

In der Regel gilt: Je schicker das gewählte Handy, desto größer ist der Betrag, den der Vertragskunde monatlich allein für das Gerät bezahlen muss. Ein vorhandenes Handy zu nutzen und einen Vertrag ohne Gerät zu wählen ist billiger. Besondere Vorsicht sollten Kunden allerdings bei unbekannten Mobilfunkanbietern walten lassen, die ihre Verträge mit spektakulären „Gratis-Zugaben“ wie Flachbildfernsehern, Laptops oder PCs garnieren. Meist ist ein regulärer Mobilfunkvertrag ohne Zugabe günstiger, und ein kritischer Blick auf das Kleingedruckte sollte vor einem Abschluss auf jeden Fall erfolgt sein.